Das erwartet dich!

Verschaff dir am besten gleich einen Überblick, ob Ausbildung und Beruf zu dir passen

 

Das bringst du mit...

 

Kommunikationsfähigkeit

Du bist ein Teamplayer und magst Menschen jeden Alters? Jeden Tag hast du mit Kunden, Kollegen und deinem Chef zu tun. Daher wäre es gut, wenn du sprachlich fit bist und viel Freude und Einfühlungsvermögen im Umgang mit Menschen hast.

Keine Berührungsangst

Du hast Interesse an Biologie? Schon früh in deiner Ausbildung stehst du im direkten Kundenkontakt. Daher solltest du nicht davor zurückschrecken, auch mal fremde Beine und Füße in die Hand zu nehmen.

Handwerkl. Geschick

Du arbeitest gern kreativ? Fingerfertigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen und handwerkliches Geschick sind in der Werkstatt gefragt – und wenn du sorgfältig und genau arbeitest, werden es dir Kunden und Patienten danken.

Interesse an Technik

Du bist neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen und magst moderne Techniken? Mit Hilfe orthopädischer Haltungsanalysen erstellst du genaue Bewegungsmuster oder nutzt CAD-Systeme, die z.B. 3D-Modelle von Prothesen am PC liefern.

So sieht deine Ausbildung aus...

 
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Die drei Bausteine der Ausbildung zum Orthopädie-Schuhtechniker

Deine 3½-jährige Ausbildung erfolgt im dualen System. Das bedeutet, dass du neben der praktischen Ausbildung im Betrieb auch die Berufsschule besuchst.

Weiterer Bestandteil der Ausbildung ist die sog. Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜBL). Damit soll ein breites und einheitliches Ausbildungsniveau unabhängig von der Spezialisierung oder den Bedingungen des einzelnen Ausbildungsbetriebes erzielt werden. 

Der Berufsschulunterricht findet bei uns an ein bis zwei Tagen in der Woche statt.

Der Unterricht an der Berufsschule unterteilt sich in so genannte Lernfelder, die sich aus dem Rahmenlehrplan ergeben. Die Lernfelder des Rahmenlehrplans beziehen sich auf berufliche Aufgabenstellungen aus den Handlungsfeldern Reparieren, Umarbeiten, Herstellen, Beraten und Verkaufen sowie Fußpflege. 

Der Rahmenlehrplan kann hier aufgerufen werden. Die Lernfelder sind jeweils nach Ausbildungsjahr geordnet.

Neben dem Betriebsalltag wirst du unter Anleitung unter anderem Folgendes erlernen:

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau und Organisation des Betriebs
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz
  • Planen von Arbeitsabläufen und Ausführen von Geschäftsvorgängen
  • Anatomie, Physiologie und Pathologie der Stütz- und Bewegungsorgane
  • Bearbeiten von Werk- und Hilfsstoffen
  • Anmessen von orthopädischen Hilfsmitteln zur Versorgung von Fuß und Unterschenkel
  • Beraten und Betreuen von Patienten und Kunden
  • Entwickeln und Herstellen von Formteilen und Modellen
  • Ausführen von orthopädieschuhtechnischen Befestigungsarten und Instandsetzen von Funktionsteilen
  • Anfertigen von Verkürzungsausgleichen und Einbauelementen, von Unterschenkelorthesen und Fußprothesen
  • Anbringen von orthopädischen Zurichtungen an Konfektionsschuhen
  • Ausführen von Behandlungsmaßnahmen der medizinischen Fußpflege
  • Anpassen von Fertigorthesen
  • Einhaltung eines Qualitätsmanagements

Prüfungen...

 
Der erste Teil der Gesellenprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Am Ende der Ausbildung folgt der zweite Teil der Gesellenprüfung.

Hast du die Prüfung bestanden, erhältst du ein Zeugnis und darfst dich Orthopädie-Schuhtechniker*in nennen.

Zeitstrahl_Gesellenpruefung
Zeitstrahl zur zweiteiligen Gesellenprüfung - 42 Monate dauert die duale Ausbildung zum Orthopädie-Schuhtechniker

Prüfungsinhalte

Nach 18 Monaten Ausbildung werden die bis dahin erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse im ersten Teil der Gesellenprüfung geprüft. Auszubildende haben maximal 7 Stunden Zeit, um im Prüfungsbereich „Planen und Anfertigen von orthopädischen Schuhzurichtungen“ zwei Arbeitsproben zu erstellen. Zusätzlich müssen sie in höchstens 90 Minuten schriftliche Aufgaben beantworten.

Der zweiten Teil der Gesellenprüfung findet am Ende der 42 Monate statt. Er umfasst ein maximal 15-minütiges Beratungsgespräch in Form eines Rollenspiels sowie schriftliche Prüfungen. Innerhalb von 12 Stunden müssen die Prüflinge im Prüfungsbereich „Anfertigung von orthopädischen Hilfsmitteln“ ein Paar Maßschuhe anfertigen und innerhalb von weiteren vier Stunden eine Sondereinlage erstellen, die in den Schuh eingepasst wird.

Und nach der Ausbildung?

 

Entweder übernimmt dich dein Betrieb oder du schaust dich auf dem Stellenmarkt um. Dich erwarten beste Aussichten auf einen zukunftsorientierten und sicheren Arbeitsplatz mit vielseitigem Aufgabenbereich.

Hast du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, stehen dir viele Möglichkeiten offen, denn die Nachfrage nach speziellen orthopädischen Versorgungen wird in den nächsten Jahren immer weiter steigen. Dafür sorgt die demographische Entwicklung mit einer immer älter werdenden Bevölkerung und Volkskrankheiten wie Diabetes.

Zukunftsperspektiven

Wer im Anschluss an seine Lehre eine Meisterausbildung absolviert, kann sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen oder die fachliche Leitung in einem Betrieb übernehmen. Grundlage für die Meisterausbildung ist die Orthopädieschuhmachermeisterverordnung.

Betriebswirte/Betriebswirtinnen des Handwerks über­nehmen qualifizierte Fach- und Führungsaufgaben in grö­ßeren Handwerksbetrieben. Es handelt sich um eine durch die Handwerkskammern geregelte berufliche Weiterbildung nach der Handwerksordnung, in der kaufmännische und betriebswirtschaftliche Qualifikationen vermittelt werden.

Voraussetzung ist die bestandene Meisterprüfung in einem Handwerksberuf. Vorbereitungslehrgänge werden in Voll- und Teilzeit an schulischen Bildungseinrichtungen durchgeführt. In Voll­zeit dauern sie drei bis sechs Monate; in Teilzeit ein bis zwei Jahre oder als Fernlehrgang zwölf Monate.

Technische Betriebswirte im Hand­werk schließen die in vielen Handwerksbetrieben bestehen­de Lücke zwischen Büro und Werkstatt. Sie führen als wei­sungsbefugte Führungskräfte kaufmännisch-verwaltende, organisatorische und technische Aufgaben aus.

Technischer Betriebswirt im Handwerk ist eine durch die jeweilige Handwerkskammer geregelte Ausbildung, die parallel zur Berufsausbildung in einem anerkannten Aus­bildungsberuf durchgeführt wird. Die Ausbildung dauert vier Jahre. Die Lehrgänge werden an Bildungseinrichtungen der Handwerkskammern durchgeführt.

Fachleute für kaufmännische Betriebsführung über­nehmen die kaufmännische Führung und Entwicklung von Handwerksbetrieben und koordinieren den kaufmännischen Bereich mit den technischen Aufgabenbereichen des Betriebs. Sie üben eine Schnittstellenfunktion zwischen kaufmänni­schen und leistungserstellenden Unternehmensbereichen aus.

Die Prüfung dieser Weiterbildung ist bundeseinheitlich geregelt. Voraussetzung zur Zulassung ist in der Regel eine bestandene Abschluss- bzw. Gesellenprüfung in einem aner­kannten Ausbildungsberuf.

Du hast dich für die duale Ausbildung "Technische Orthopädie" entschieden? Dann wirst du die Ausbildung mit einem Hochschulstudium verbinden, einen Abschluss als Bachelor anstreben und damit für die sich rasant verändernden Anforderungen der Branche gerüstet sein. Auf dem Lehrplan stehen dann unter anderem Mechanik, Informatik und Rehatechnik. Ob mit Meistergrad oder nach gesonderter Einstufungsprüfung mit Berufserfahrung - auch ein Studium an einer Universität ist für dich möglich.

Bedenke bei deiner Entscheidung, dass dieser Weg viel Engagement und Disziplin erfordert; du aber mit einer guten Selbstverwaltung auch diese zusätzlichen Aufgaben und Anforderungen meistern wirst.

Auch dein Ausbildungsbetrieb muss flexibel sein, weil aufgrund der "Doppelbelastung" die Zeit im Betrieb eingeschränkt ist und für das Erlernen einzelner Fertigkeiten nicht so viel Zeit bleibt.

Und was sind deine nächsten Schritte?

 

Passende Praktikums- und Ausbildungsstellen findest du auch bei den von uns veröffentlichten Stellenangeboten.

Hast du noch Fragen, dann ruf einfach an - wir sind gern behilflich. Deine Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle ist:

Kontakt

Sandra Schmidtmann
Telefon 0211 / 175 23 95 - 5
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